Ehemalige katholische Schule

Der erste Schulunterricht in Beyenburg fand im Kreuzherrenkloster statt. Die erste zunächst einklassige katholische Volksschule wurde bereits 1735 eingerichtet. Das erste bekannte Schulgebäude stand westlich neben dem Kloster.

Altbeyenburg mit Klosterkirche und erstem Schulgebäude links dahinter um 1900

Da dieses Gebäude den Ansprüchen nicht mehr genügte, baute die Stadt Lüttringhausen, zu der Beyenburg bis 1929 gehörte, 1910 etwas weiter östlich davon ein neues Schulgebäude für die katholischen Schülerinnen und Schüler Beyenburgs. Ein nahezu baugleiches Schulgebäude errichtete die Stadt Lüttringhausen damals in der Pestalozzistraße 17 in Lüttringhausen, der heutigen Straße „GGS Adolf Clarenbach“.

Schulgebäude in den 1960er Jahren

Bereits 1876 – 1884 unter Bismark und 1939 – 1946 unter den Nationalsozialisten wurden die konfessionellen Schulen aufgelöst und in Beyenburg Simultanschulen eingerichtet. Doch nach 1946 wurden die Schulen wieder konfessionell weitergeführt.

      In den 1930er Jahren befand sich vor der Schule noch ein Zaun wie hier 

bei einem Umzug am Erntedankfest 1934

Durch die Schulreform 1968 wurden die konfessionellen Volksschulen in Beyenburg aufgelöst und die bis dahin katholische Volksschule wurde zur Hauptschule ab der 5. Klasse, während die evangelische Schule zur Grundschule vom 1. bis 4. Schuljahr wurde.

Die Grundschule wurde nach einigen Jahren in einen neu errichteten Flachbau am Siegelberg verlegt und ist mittlerweile eine Zweigschule der Fritz-Hartkort-Ganztagsgrundschule in Langerfeld. Neben dieser Schule „Am Siegelberg“ wurde eine Turnschule gebaut.

Da die Zahlen der Hauptschüler immer weiter zurückgingen, wurde die Hauptschule Beyenburg mit der Zeugnisausgabe am 23.7.1986 geschlossen.

Rückseite des Gebäudes am 29.12.2008

In der Folge wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt. So nutzten zeitweise Künstler des BBK (Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler) und eine Zweigstelle der bergischen Musikschule einzelne Räume, während andere als Wohnungen vermietet wurden.

Kirche St. Maria Magdalena, Pfarrhaus und katholischer Kindergarten, altes Schulgebäude

Altes Schulgebäude und östlicher Teil von Altbeyenburg am 3.12.2016

Nach einer Sanierung und einem Umbau des Gebäudes 1995 wird es seitdem von der DRK Kindertagesstätte „Wühlmäuse“ genutzt, wobei der ehemalige Schulhof viel Platz zum Spielen und Toben bietet.

DRK Kita „Wühlmäuse“ 12.7.2014

Rückseite der KiTa „Wühlmäuse“ 8.3.2015

Das Gebäude ist unter der Denkmalnummer 3458 seit dem 12.7.1994 in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen.

 

 

Literatur:

D. Hartmann: Eine Schule nimmt Abschied, im Informationsblatt des hgb vom Mai 1986

Fotos:

Aus der Sammlung des Geschichtskreises Beyenburg und von Jürgen Rottmann