Gefallenen-Denkmal des Preußisch/Österreichischen Kriegs von 1866 und des Deutsch/Französischen Kriegs von 1870/71

Gefallenen-Denkmal mit Gedenktafeln auf dem Sockel und einem geschmückten Obelisken.

In der Straße „Beyenburger Freiheit“ (früher „An der Klippe) steht gegenüber dem ehemaligen Burggelände zwischen den Hausnummern 5 und 15 am steilen Abhang zum Wupperufer ein Denkmal für die gefallenen Gemeindemitglieder des Preußisch-Österreichischen Kriegs von 1866 und des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870/71.

Dieses Ehrenmal fehlt bis heute in der Denkmalliste der Stadt Wuppertal. In Lüttringhausen steht ein ähnliches Denkmal, das im Oktober 1886 errichtet wurde, als Beyenburg noch zur Stadtgemeinde Lüttringhausen gehörte. Nachträglich konnte bis heute nicht geklärt werden, wann das Beyenburger Denkmal errichtet und eingeweiht wurde. Beide Denkmäler wurden von dem Barmer Steinbildhauer Franz Hubert Stang (1809–1874) geschaffen, der seine Initialen „F. H. Stang“ am unteren Teil des Sockels eingemeißelt hatte.

Das Denkmal steht auf einem überproportional großen Podest am direkt am Wupperabhang, was man auf einer alten Postkarte gut erkennen kann, als er noch nicht bewaldet war. Es wird vermutet, dass wegen des massiven Fundaments und seiner Lage ursprünglich hier der Standort eines Turms, eines Torbogens oder eines Torhauses der ehemaligen „Beyenburg“ gewesen sein könnte.

Kaiserkrone und Reichswappen am Denkmalsockel

Siegespalme am Obelisk

Das Ehrenmal ist ein Obelisk, der mit einer Kaiserkrone, einem Reichswappen (deutscher Reichsadler mit preußischem Wappenschild), einer Siegespalme und einem Eisernen Kreuz, mit Kriegstrophäen geschmückt ist.

Reichsadler mit preußischem Wappenschild

das Eiserne Kreuz am Denkmalsockel

Denkmalsockel mit Pickelhaube geschmückt

Der Sockel des Denkmals trägt 3 Gedenktafeln. Auf der Frontseite steht in der Mitte die Widmung des Denkmals mit der Eintragung:

Den im Kampfe fürs

Vaterland gefallenen

Söhnen Beyenburgs.

Die dankbaren

Mitbürger.

 

Auf der linken und rechten Sockelseite sind die Namen der Gefallenen vermerkt:

Eintragung auf der linken Seite

1866.

Carl Beckmann.

1870/71.

Rudolf Hölzer.

August Lorenz.

 

Eintragung auf der rechten Seite

1870/71.

Friedrich Figge.

Wilmelm Göbel.

Friedrich Frese.

Albert Luthe.

Literatur:

Ruth Meyer-Kahrweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal, Born-Verlag, Wuppertal 1991

Fotos und Abbildungen: Heribert Wiechers, Geschichtskreis Beyenburg