Gefallenendenkmal des 1. und 2. Weltkriegs

Gefallenendenkmal des 1. und 2. Weltkriegs

Dieses Denkmal ist das Zweite auf dem gleichen Grundstück. Das erste Denkmal wurde schon 1923 nach dem 1. Weltkrieg geplant und am 1.12.1929 eingeweiht. Die Bürger aus Beyenburg hatten dafür das nötige Geld gesammelt und Prof. Erich Cleff aus Elberfeld mit der Gestaltung einer Gedenktafel beauftragt.

Durch die Inflationszeit und die Suche nach einem geeigneten Standort trat jedoch eine Verzögerung von etwa fünf Jahren ein. Nachdem die Stadtgemeinde Lüttringhausen, zu der Beyenburg damals gehörte, am 10. Januar 1928 sich für den Kauf des Schneider’schens Grundstücks an der damals noch „Kirchstraße“, heute „Am Kriegermal“, heißenden Lage entschlossen hatte, stellte sie die entsprechenden Mittel zum Bau eines Denkmals zur Verfügung. Es enthielt auf einer Tafel in vergoldeter Schrift die 91 Namen von Beyenburger Bürgern, die in diesem Krieg ihr Leben lassen mussten.

Das 1. Denkmal mit der Gedenktafel der 91 Gefallenen des 1.Weltkriegs an dem über 5 m hohen Pfeiler

Dann wurde Beyenburg am 1. August 1929 von Lüttringhausen nach Wuppertal eingemeindet. Noch im Oktober des gleichen Jahres bewilligte die Stadt Wuppertal bis zu 1.000 RM zur Fertigstellung der Gedenkstätte.

Der Entwurf der Anlage aus Bergischer Grauwacke stammte von Stadtbaudirektor Rückle aus Barmen. Den Mittelpunkt des Denkmals bildete die Gedenktafel mit den 91 Namen an einem über 5 Meter hohen Pfeiler.

Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg aber die gesamte Anlage war reparatur- und erneuerungsbedürftig. Die vergoldete Schrift mit den 91 Namen der Beyenburger Bürger auf der Gedenktafel war verblasst.

Inzwischen galt es, auch die Beyenburger Opfer des Zweiten Weltkriegs mit einer Gedenkstätte zu ehren. Deshalb entschloss sich die Stadt Wuppertal 1955 zur Umgestaltung des Ehrenmals. Es waren aber zu viele Gefallene, um alle mit ihren Namen aufzuführen. Erst 1959 waren sich die Vertreter des Bürger- und Heimatvereins Beyenburg mit den Vertretern der Stadt über die Ausführung der neuen Gedenkstätte einig. Dann dauerte es noch weitere drei Jahre bis der jetzige Gedenkstein für die Gefallenen beider Weltkriege am Ende der Straße „Am Kriegerdenkmal“ nahe der Kurvenstraße entstehen konnte. Am 22. Mai 1962 wurde er in seiner heutigen Form eingeweiht. Damit war die Umgestaltung eines bereits bestehenden Gedenkplatzes abgeschlossen.

Das heutige 2. Denkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs nach der Neugestaltung der Gedenkstätte

Auf schlichter Natursteinplatte treten 10 unterschiedlich große Grabkreuze plastisch hervor. Darunter sind die Jahreszahlen 1914 – 1918 + 1939 – 1945 erhaben herausgemeißelt. Dieser unpersönliche Gesteinsblock entspricht wohl am ehesten dem heutigen Zeitgeist.

Die neue Gedenkstätte am Ende der Straße „Am Kriegermal“ läd zum Verweilen ein

Das Denkmal wurde am 8.8.2007 mit der Nummer 2828 in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen. Am Volkstrauertag im November jeden Jahres finden dort heute die Gedenkveranstaltungen statt.

 

Fotos:

https://zeitzeichen-wuppertal.de/denkmal.wuppertal.de

Atamari, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons