QR 13 Das Prozessionskreuz in der Beyenburger Freiheit

Das Prozessionskreuz in der Beyenburger Freiheit am 6.1.2009

Die Beyenburger Himmelfahrtsprozession wird schon seit 1448 jährlich von der katholischen Gemeinde St. Maria Magdalena abgehalten und führt von der Pfarrkirche ausgehend über den Siegelberg und über die Steinhauser Straße wieder hinab. Wichtige Stationen zum Gebet sind die beiden Prozessionskreuze und der alte Friedhof Steinhaus. Ein Prozessionskreuz befindet sich oberhalb des Friedhofes an der Steinhauser Straße, das bekanntere in der Beyenburger Freiheit an der Giebelseite eines Wohnhauses.

Ursprünglich gab es drei Kreuze: „Im Jahre 1760 besuchten drei auswärtige Patres, deren Namen mit Beier, Kamp und Zimmermann angegeben werden, die Ortschaft Beyenburg, um dort eine Mission abzuhalten. Ihre Predigten hinterließen bei den Beyenburgern einen nachhaltigen Eindruck, so dass der Wunsch aufkam, zur Erinnerung im Ort drei Kreuze aufzustellen“.1 Das dritte Kreuz nahe der Beyenburger Brücke über die Wupper wurde bereits 1829 zerstört.

Als ein Beispiel für die „Idylle im Kreis Lennep“ erschien am 22.10.1928 dieser Ausschnitt aus einem Artikel im Lenneper Kreisblatt.

Bei der Prozession Himmelfahrt 1985

Zur Prozession wird das Kreuz mit Altar versehen und festlich geschmückt. Hier ist die letzte Station, bevor die Prozession in der Pfarrkirche endet. Die anschließende Himmelfahrtskirmes rund um den Schützenplatz wurde in den letzten Jahrzehnten immer kleiner.

Beim Schützenfest am 10.9.2011

Ein weiterer fester Bestandteil des Beyenburger Jahres ist das Schützenfest des Schützenbruderschaft „St Annae et Katharinae“ von 1383, zu dem das Dorf und auch das Kreuz geschmückt werden.

Am 12.4.2001 wurde das Kreuz unter der Nummer 4179 in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal aufgenommen.

 

Literatur:

1: Ruth Meyer-Kahrweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal, Wuppertal 1991, S. 14

2: Artikel „Idylle im Kreis Lennep“ im Lenneper Kreisblatt vom 22.10.1928

 

Die Fotos entstammen der Sammlung des „Geschichtskreises Beyenburg“ und von Jürgen Rottmann